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Sonderwünsche willkommen!

Das, was die industriellen Hersteller von Markenküchen nicht liefern, fertigt der Fachhändler Küche & Design in Backnang neuerdings selbst. Nur drei Monate nach Eröffnung der Werkstatt stellt er die Weichen für das neue Standbein beherzt auf Wachstum.

Vor erst drei Monaten hat die Werkstatt des Fachhändlers Küche & Design in Backnang bei Stuttgart ihren Betrieb unter dem Label Wohnwerk aufgenommen. Emmannuil Chatziantoniou vom dreiköpfigen Werkstattteam fertigt eine runde, an der Unterseite gefaste, massive und 28 mm dicke Eichenholztischplatte. Im Regal an der vertikalen Plattensäge findet er ein passendes Reststück einer Eichenleimholzplatte und schneidet es auf der Formatkreissäge zu einem Quadrat. Mit diesem geht er zur 5-Achs-CNC »Profit H350« von Format4 und generiert mithilfe des genau auf die Maschine abgestimmten Programmiersystems »F4Integrate« das CNC-Programm.

Zunächst gilt es, mit einem Schaftfräser die Kontur des Kreises zu fräsen. Dafür gibt er die Maße des Rohteils, den Kreisdurchmesser und die Lage des Mittelpunktes an. Außerdem weist er dem Programm ein Werkzeug und die dazu passende Drehrichtung der Fräsbahn zu. Für den Z-Schritt wählt er 8 mm: Das heißt, der Fräser taucht in jeder Runde auf einer Spiralbahn 8 mm ab. Zum Fräsen der Fase gibt er die gleiche Kontur, aber ein anderes Werkzeug vor, aktiviert den 5-Achsmodus und stellt die Werkzeugneigung auf 55° und programmiert drei Umrundungen des Fräsers mit um das Werkstück. Nach jeder Runde reduziert sich die Z-Höhe um 6 mm, sodass die Fase insgesamt 18 mm hoch wird. Das eigentliche Fräsprogramm ist fertig,

Bevor Emmannuil die Maschine startet, legt er noch fest, gegen welche Anschläge der Rohling anzulegen ist. Die Traversen und Sauger platziert er zunächst virtuell auf dem Bildschirm. Um einen Crash zu vermeiden, hält er Abstand zu den auf dem Bildschirm sichtbaren Fräsbahnen. Er überträgt mithilfe von LED-Lichtbändern die Positionen der Sauger und Traversen vom Bildschirm auf die wirkliche Maschine, legt das Werkstück auf, drückt Start und erhält nach 3 Minuten die fertig gefräste Tischplatte. Er und sein Chef, der Wohnwerk-Projektleiter Roland Fritz, freuen sich, dass sie nach so kurzer Einarbeitungszeit schon 3D-Teile bewältigen können. Roland Fritz und Stefan Hopp, Geschäftsführer von Küche und Design, haben noch ehrgeizigere Ziele. Sie wollen 250 m² große Werkstatt zeitnah deutlich vergrößern und die Fertigung auf Format4 abgestimmte CAD/CAM-System F4-Design umstellen. Die Software ist bereits installiert. Jetzt heißt es nur noch, das Bedienen mithilfe von Onlinekursen zu erlernen.

Küchenstudio mit eigener Werkstatt

Die Sparte des Küchenstudios Wohnwerk bereitet mit verschiedenen Gewerken Räume für den Einbau von Küchen vor und realisiert neuerdings auch noch Sonderwünsche im Möbelbau. Außerdem unterstützt es die Küchenmonteure mit Nachfertigungen, wenn etwa mal eine Blende nicht passt.

»Die Eigenfertigung rechnet sich«

Stefan Hopp sagt: »Die eigene Werkstatt erweist sich für uns als Erfolg, denn mit Sonderwünschen machen wir ein gutes Geschäft. Mit Format4 haben wir einen kompetenten Partner für diesen Weg gefunden.«

Text/Bilder: Georg Molinski & Georg Molinski

Eingesetzte Maschinen

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