Für ein Hotel fertigt die Schreinerei Riepl im niederbayerischen Dietersburg/Peterskirchen bei Pfarrkirchen Einbauschränke. Dafür steht Schreinergeselle Sebastian Stadler an der CNC und fräst die zuvor von Karl Liebl an der vertikalen Plattensäge zugeschnittenen, etikettierten und auf einem Hubwagen bereitgestellten Platten. Am Touchscreen der 5-Achs-CNC wählt er das jeweilige Programm und positioniert die Sauger mithilfe von Millimeterskalen nach Bildschirmangabe. Die CNC formatiert die Teile, bohrt und fräst Taschen für die LED-Netzteile. Manuela Riepl, verantwortlich für Organisation und Projektabwicklung, hat die Möbel mit Palette-CAD konstruiert und über das CAM-Modul sämtliche Fertigungsdaten mit Stücklisten und CNC-Programmen erzeugt. Ihr Mann Manuel organisiert die Abläufe in der Werkstatt. Während die CNC arbeitet, schiebt er einen Wagen mit bearbeiteten Möbelteilen zur Kantenanleimmaschine. Karl Liebl schneidet parallel an der Formatkreissäge Massivholz und vorformatierte Platten zu.
Die Schreinerei Riepl ist spezialisiert auf hochwertigen Innenausbau und Möbel für Objekt- und Privatkunden. Kennengelernt haben sich Manuela und Manuel Riepl auf einer Baustelle. Er arbeitete als selbstständiger, werkstattloser Montageschreiner, sie organisierte als Projektleiterin eines großen Innenausbaubetriebs die Abläufe vor Ort. Bald war beiden klar, dass sie nicht nur privat, sondern auch unternehmerisch gemeinsame Wege gehen wollten.
Manuel sammelte über viele Jahre Erfahrung als werkstattloser Montageschreiner. Manuela Riepl studierte Innenausbau an der Technischen Hochschule Rosenheim und schloss als Dipl.-Ing. Innenausbau (FH) ab. Anschließend arbeitete sie im hochwertigen Innenausbau und vertiefte ihr Know-how in Planung, Konstruktion und Projektsteuerung. Schritt für Schritt reifte der Plan, eine eigene Schreinerei aufzubauen.
Manuel errichtete 2012 im Anschluss an die bisher für den Montagebetrieb genutzte Doppelgarage eine 350 m² große, bis in die Mitte hinein mit Tageslicht gut ausgeleuchtete Halle. Manuels bautechnisch versierter Vater unterstützte ihn dabei. Das Gebäude richtete er mit gebrauchten Maschinen ein und arbeitete zunächst ohne CNC. 2015 lernte er Manuela kennen, die nach der Geburt ihres Sohnes Lukas in das zur GmbH umfirmierte Unternehmen eintrat. Ab 2020 begannen sie, das Gros der alten Maschinen gegen neue der Felder Group auszutauschen. Ausschlaggebend waren die durchgängige Systemlösung, die präzise Verarbeitung, die intuitive Bedienung sowie der regionale Service. 2024 nahmen Sie die 5-Achs-CNC »Profit H350« und Palette CAD in Betrieb.
»Auf dem Stand der Technik«
Manuel Riepl sagt: »Die Maschinen laufen effizient, zuverlässig und lassen sich leicht bedienen.« Manuela Riepl ergänzt: »Vor allem aber fertigen wir auf dem Stand der Technik und können auch komplexe Projekte souverän abwickeln.«