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Vor Ort bei Schreinerei Bretzger

Er sägt und holt nichts mehr

Das Suchen und Herbeischaffen der Platten dauert oft länger als der eigentliche Zuschnitt, vor allem bei kleineren Losgrößen. Michael Bretzger wünschte sich für seine Schreinerei mit acht Mitarbeitern einen ungebremsten Arbeitsfluss und Entlastung für seine Mitarbeiter.

Am Touchscreen der neuen Mayer-Plattensäge wählt heute mal Firmenchef Michael Bretzger selbst die zuvor im Büro mit der Zuschnittoptimierung Ardis erzeugten Schnittpläne aus und drückt »Start«. Sofort setzt sich das Handlingportal des angeschlossenen chaotischen Automatiklagers in Bewegung und holt die erste dafür vorgesehene Platte. Diese liegt im Stapel ganz oben, sodass ein aufwendiges Umstapeln entfällt. Das Lager wirkt insgesamt aufgeräumt und nur teilweise chaotisch: Etwa die Hälfte der Stapel ist sorten- und formatrein, ihr Plattenformat ist nicht viel größer als 1 x 2 m. Die andere Hälfte des Lagerbestandes besteht hauptsächlich aus bunt gemischten Halbformatplatten. Das Portal legt die Platte hinten auf die Säge und macht sich sofort auf den Weg, um die nächste Platte zu holen. Der Plattenschieber ergreift die Platte und Michael Bretzger setzt den am Bildschirm gezeigten Zuschnittplan um.

Der Tischlermeister gründete seine Schreinerei im Jahr 2002 in Wallerstein, Donau-Ries-Kreis, Bayern, und spezialisierte sich nach ein paar Jahren auf hochwertige Zimmertüren. In seiner inzwischen 1200 m² großen Werkstatt beschäftigt er acht Mitarbeiter. Vor der Investition lief der Plattenzuschnitt ebenfalls über eine Plattensäge von Mayer, jedoch war diese von Hand zu beschicken. Und da jede Tür aus zwei HDF-Decks, einem Holzrahmen und einer Mittellage wie zum Beispiel stranggepresster Voll- oder Röhrenspanplatte oder einem schallschluckenden Dreilagensandwich aus stranggepresster Spanplatte besteht, standen viele Stapelwechsel an der Säge an. Jedes Mal musste der Maschinenführer den alten Stapel mit dem Gabelstapler zurück ins Lager bringen und einen neuen holen. Den Stapel setzte er jedoch nicht auf den Boden, sondern platzierte den Stapler so, dass er die Platten direkt auf den Maschinentisch ziehen konnte.

Um den Arbeitsfluss nicht andauernd durch auch mit Suchaufwand verbundene Materialbewegungen zu stören und die Mitarbeiter körperlich zu entlasten, wollte Michael Bretzger seinen Betrieb modernisieren und entschloss sich, eine 400-m²-Halle anzubauen und in eine Lager-Säge-Kombination zu investieren. Es war schwierig, einen Hersteller zu finden, der die porösen oder mehrlagigen, nicht mit Saugern hantierbaren Mittellagen bewegen konnte. Die Wahl fiel auf ein Angebot der Felder Group. Es enthält eine Mayer-Plattensäge und ein Barbaric-Lager. Das Lager verfügt neben den Saugern auch über eine seitliche Klemmvorrichtung. Es erwies sich als günstiger, die alte Säge nicht mit dem Lager zu verheiraten, sondern gegen eine neue auszutauschen.

Stand der Technik und Ergonomie

Michael Bretzger sagt: »Holen ist Mist! Es strengt körperlich an und bremst uns aus. Mit unserer Lager-Säge-Kombi aus dem Hause Felder sind wir nun auf dem Stand der Technik und Ergonomie.«

Text/Bilder: Georg Molinski & Georg Molinski

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