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Dichter geht’s nicht

Mittels Folding lassen sich aus Fertigparkett perfekt an den Boden anschließende und massiv wirkende Treppenstufen herstellen. Für Herbert Ruhland ist das ein Standbein. Jetzt hat er seine 7-Mann-Schreinerei auf CNC umgestellt und freut sich nicht nur über dichtere Gehrungen.

Schreinergeselle Lukas Seidl fertigt in der Schreinerei Herbert Ruhland im niederbayrischen Pemfling Holzstufen für eine gewendelte Treppe. Diese sind auf einem im Gebäude fest verbauten Betontreppenrohling zu montieren. Die in Bezug auf Präzision und Effizienz entscheidenden Aufgaben führt er nicht mehr auf der Formatkreissäge, sondern auf dem vor bald einem Jahr angeschafften 5-Achs-Bearbeitungszentrum »Profit H350« von Format4 aus.

Vom Aufmaß bis zur Fertigung

Sein Chef, Geschäftsführer und Schreinermeister Herbert Ruhland, hat zuvor auf der Baustelle mit dem Aufmaßsystem für Treppenstufen »Stairbox« die Kontur jeder einzelnen Stufe vermessen und mithilfe des CAD/CAM-Systems Palette CAD zu geschlossenen Polygonen aufbereitet, daraus einen Volumenkörper mit 45°-Gehrung an der Stufenvorderkante erzeugt und über das CAM-Modul die entsprechenden CNC-Programme generieren lassen. Jeweils zwei konische Stufen lassen sich gegeneinander verdreht materialsparend aus einem Rechteck fertigen. In diesem Sinne hat er am Schluss aus den Stufen Paare gebildet und die jeweilige Größe der im ersten Schritt zu fertigenden Rechtecke bestimmt und den Trennschnitt platziert.

Dicke Stufen aus Fertigparkett

Anhand der Rechteckliste bereitet Lukas Seidel das Material vor: vom Auftraggeber, einem Bodenleger, geliefertes, fertig lackiertes Dreischichtparkett sowie Stabplatten. Das Parkett und die Platten bringt er auf das Format der Rechtecke und verleimt diese an der Furnierpresse miteinander. Für die Stufenvorderkanten erzeugt er Sandwichstreifen, die er an beiden Längsseiten bekantet.

Lukas Seidl ruft an der CNC das erste Programm für den Trennschnitt auf. Die Traversen und Sauger platziert er zunächst virtuell auf dem Bildschirm und baut das Bild dann auf dem Maschinentisch nach. Dabei orientiert er sich am Raster der Vakuumventile auf den Traversen, das geht schneller als über den Laserprojektor am Portal. Das einmal eingestellte Saugerbild muss er zwischendurch nur wenig verändern. Alle Trennschnitte sind gesägt. An den Stufen folgt das Sägen der Kontur und der Gehrung sowie das Sägen der Gehrungen an den Streifen.

Effizienter, schneller, besser

Herbert Ruhland gründete 1997 seine Schreinerei und führt sie heute gemeinsam mit seiner Tochter, der Schreinermeisterin Laura Ruhland. Die Firma beschäftig fünf Gesellen. Vor einem Jahr haben sich die beiden entschieden, den Betrieb auf CNC umzustellen. Mit CAD/CAM wollten sie effizienter und schneller sowohl im Büro als auch in der Werkstatt arbeiten und außerdem die Bearbeitungsqualität verbessern. Standbeine sind der Möbel- und Innenausbau, der Objektbau sowie in Kooperation mit Bodenlegern Holzstufen für Betontreppen.

Herbert Ruhland sagt: »Mit der H350 arbeiten wir effizienter, schneller und präziser. Beeindruckend ist die Qualität, die wir bei Gehrungsschnitten an der Formatkreissäge vorher so noch nie erreicht haben.«

Text/Bilder: Georg Molinski & Georg Molinski

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